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Notrufnummern, Schuko-Steckdose, SIM-Karte und WLAN, Busse und Taxis, Bezahlen und die europäische Krankenversicherungskarte: Der praktische Reiseführer für Gran Canaria vor deiner Abreise.

Die nützlichen Infos zu Gran Canaria sollen niemanden abschrecken: Sie sollen dir die kleinen Ärgernisse ersparen – die, die dir einen halben Urlaubstag rauben, weil dein Ladegerät nicht in die Steckdose passt oder ein Taxi keine Karte akzeptiert. Gran Canaria ist eine unkomplizierte, komfortable und gut angebundene Insel mit einem soliden öffentlichen Gesundheitswesen und einer Netzabdeckung, die selten enttäuscht. Dieser Reiseführer fasst an einem Ort alles zusammen, was du vor deiner Abreise wissen solltest – nach Themen geordnet, damit du bei Bedarf immer wieder darauf zurückgreifen kannst.

Das ist die praktische Referenzseite: Notrufnummern, Strom, Internet, Verkehr, Bezahlen und Gesundheitsversorgung. Den Rest – was man essen kann, wo man baden kann, wie man die Insel erlebt, ohne wie ein Durchreisender zu wirken – findest du in den anderen Artikeln, die dort verlinkt sind, wo es Sinn macht.

Notrufnummern: Die, die du dir merken solltest

Es sind nur wenige und man hat sie im Handumdrehen im Kopf. Speichere sie vor der Abreise in deinem Adressbuch, nicht erst, wenn du sie brauchst.

  • 112 – allgemeiner Notruf. Das ist die einheitliche europäische Nummer: Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr. Wenn du dir nicht sicher bist, wen du anrufen sollst, wähle diese Nummer.

  • 092 – örtliche Polizei.

  • 061 – medizinische Notfälle und Rettungsdienst.

  • 080 – Feuerwehr.

  • 928 444 000 – Hospital Insular, das Hauptkrankenhaus von Las Palmas.

  • 928 298 531 – Informationen zu den diensthabenden Apotheken, nützlich für Notfälle in der Nacht.

Unter der 112 wird auch auf Englisch geantwortet, und in Touristengebieten oft auch in anderen Sprachen. Du brauchst kein perfektes Vokabular: Sag einfach, wo du bist und was passiert ist, den Rest regeln sie.

Ein praktischer Hinweis zu den Apotheken: In Spanien erkennst du sie an dem leuchtenden grünen Kreuz, das an der Straße angebracht ist, und sie sind wirklich überall zu finden. In Stadtzentren und Touristengebieten findest du eine innerhalb weniger Gehminuten. Außerhalb der Öffnungszeiten gibt es das System der „farmacias de guardia“, die im Wechsel Dienst haben: Die oben genannte Nummer dient genau diesem Zweck.

Strom: Die Schuko-Steckdose und der Adapter, den du einpacken solltest

Das ist das klassische Detail, an das niemand denkt und das dann zum ersten Problem des Urlaubs wird. Auf Gran Canaria, wie auch im restlichen Spanien, werden Schuko-Steckdosen (Typ F) verwendet: Die Spannung ist dieselbe wie in Italien, du brauchst also keinen Transformator, aber die Form der Steckdose ist anders.

  • Wenn dein Gerät einen zweipoligen Stecker hat – also zwei runde Stifte und sonst nichts –, passt er problemlos rein.

  • Wenn du einen italienischen Stecker vom Typ L hast, bei dem der mittlere Erdungsstift bündig ist, brauchst du einen Adapter.

Die Sache ist die: Adapter für den italienischen Stecker sind auf der Insel nicht leicht zu finden – sie sind ein Nischenprodukt auf einem Markt, auf dem sie einfach niemand braucht. Kauf dir einen, bevor du losfährst – besser zwei, wenn du mit Laptop, Handy und Kamera unterwegs bist. Das ist der 5-Euro-Artikel, der dir einen ganzen Nachmittag auf der Suche nach einem Elektronikgeschäft erspart.

Das gilt doppelt, wenn du hier arbeitest: Ein leerer Laptop-Akku ist ein größeres Problem als ein leerer Handy-Akku. Diese und andere vorhersehbare Pannen haben wir in den „Fehler, die du auf Gran Canaria vermeiden solltest“ zusammengefasst.

SIM-Karte und Internet: Einfach verbunden bleiben

Die Mobilfunkabdeckung auf der Insel ist gut, auch abseits der großen Zentren, und WLAN ist weit verbreitet. Praktisch hast du drei Möglichkeiten.

Kostenloses WLAN

Das findest du in den meisten Bars und Restaurants – frag einfach nach dem Passwort, das ist ganz normal –, in Einkaufszentren und auf verschiedenen Plätzen und öffentlichen Bereichen. Für Nachrichten, Karten und E-Mails ist das völlig in Ordnung. Für einen wichtigen geschäftlichen Videoanruf eher weniger: Die gemeinsam genutzte Bandbreite in einer überfüllten Bar ist dafür nicht ausgelegt.

Europäisches Roaming

Die Kanarischen Inseln gehören zur Europäischen Union, daher funktioniert das Roaming mit einer europäischen SIM-Karte wie zu Hause. Vor der Abreise lohnt es sich trotzdem, deinen Tarif zu überprüfen: Manche Tarife haben im Ausland reduzierte Datenlimits, und es ist besser, das jetzt herauszufinden als mitten im Monat.

Lokale Prepaid-SIM-Karte

Wenn du länger bleibst oder viel Datenvolumen verbrauchst, ist eine lokale Prepaid-SIM-Karte die sicherste Lösung. Die bekanntesten Anbieter sind Movistar und Orange, mit Filialen in Einkaufszentren und an den Hauptstraßen.

Ein ganz anderes Thema ist es für diejenigen, die nicht nur im Urlaub sind, sondern auch remote arbeiten. Eine zuverlässige Verbindung mit ordentlichem Upload und ohne Verbindungsabbrüche mitten in einer Besprechung macht den Unterschied zwischen einer produktiven Woche und einer Woche voller Ausreden aus. Genau deshalb gibt es Coworking-Spaces: eine stabile Verbindung, ein richtiger Schreibtisch, Ruhe, wenn man sie braucht. Wer ein paar Wochen oder Monate bleibt, richtet seinen Aufenthalt meist darauf aus und wählt eine „Workation“-Variante, die Arbeit und Freizeit unter einen Hut bringt, ohne dass das eine das andere beeinträchtigt.

Verkehrsmittel: Guagua, Taxi und Mietwagen

Das Wichtigste zuerst: Auf Gran Canaria gibt es weder Uber noch Bolt. Man bewegt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis oder einem Mietwagen fort. Das ist keine Einschränkung, sondern einfach eine andere Gewohnheit, an die man sich erst gewöhnen muss.

Der Bus, hier „Guagua“ genannt

Der „Guagua“ (ausgesprochen „uàua“) ist der Bus, und das Wort ist eines der Markenzeichen des kanarischen Spanisch. Der wichtigste Busbetreiber auf der Insel ist Global mit den blauen Bussen. Das Ticket bezahlst du direkt im Bus beim Fahrer, bar oder mit Karte.

Die Fahrpreise liegen je nach Strecke ungefähr zwischen 1,40 € und 10 €: Betrachte das als grobe Größenordnung, nicht als feste Preisliste. Die Preise ändern sich im Laufe der Zeit, informiere dich daher immer auf der Website des Betreibers oder direkt an der Haltestelle. Wenn du vorhast, den Bus oft zu nutzen, bietet die aufladbare Karte „Tarjeta TransGC“ vergünstigte Tarife im Vergleich zur Einzelfahrkarte.

Taxi

Die Taxis auf der Insel sind weiß und leicht zu erkennen. Am schnellsten bekommst du eines an einer „parada de taxi“, den speziellen Taxiständen, die du in der Nähe von Stadtzentren, Bahnhöfen und Touristengebieten findest. Denk daran, dass nicht alle Taxis Kartenzahlung akzeptieren: Ein paar Banknoten in der Tasche helfen da weiter.

Mietwagen

Wenn du das Landesinnere der Insel erkunden möchtest – die Bergdörfer, die Panoramastraßen, die Strände, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln weniger gut erreichbar sind –, ist ein Auto die naheliegende Wahl. Buche im Voraus, vor allem in der Hochsaison, wenn das Angebot deutlich knapper wird. Damit du dich besser orientieren kannst, wo du baden gehen kannst und welche Strände bequem zu erreichen sind, haben wir einen Leitfaden zu den besten Stränden von Gran Canaria zusammengestellt.

Bezahlen: Karte, Bargeld und Geldautomaten

Die Währung ist der Euro, und Kreditkarten werden praktisch überall akzeptiert, sogar in kleinen Läden und an Kiosken in den Stadtvierteln. Trotzdem ist es immer noch sinnvoll, etwas Bargeld dabei zu haben: Manche Taxis verlangen es, und manche Märkte oder Dorfkneipen ziehen Bargeld vor.

  • Geldautomaten: Davon gibt es reichlich, aber die Gebühren variieren stark. Die Automaten der traditionellen Banken (Santander, BBVA, CaixaBank) bieten berechenbarere Konditionen als die unabhängigen Automaten, die man an Flughäfen, in Hotels und in Touristengebieten findet.

  • Währungsumrechnung: Wenn der Geldautomat oder das POS-Terminal dir anbietet, den Betrag in Euro oder in der Währung deiner Karte abzubuchen, wähle immer „ohne Umrechnung“, also in Euro. Der vom Terminal angebotene Wechselkurs ist fast immer schlechter als der deiner Bank.

Kleiner Hinweis zur Sitte: Trinkgelder und Aufrundungen sind hier freiwillig und diskret, es gibt keine festen Erwartungen. Zu diesem und anderen ungeschriebenen Regeln der Insel lohnt es sich zu lesen, wie man auf Gran Canaria wie ein Einheimischer lebt.

Gesundheitsversorgung: Was du brauchst und an wen du dich wenden kannst

Für alle, die aus einem Land der Europäischen Union kommen, ist die Europäische Krankenversicherungskarte das wichtigste Dokument (in Italien ist das die Rückseite der Gesundheitskarte). Sie gewährt dir Zugang zu notwendigen Behandlungen in öffentlichen und vertraglich gebundenen Einrichtungen zu denselben Bedingungen wie Einwohnern. Nimm sie immer mit: Ohne sie musst du für dieselbe Leistung bezahlen.

Die öffentlichen oder vertraglich gebundenen Einrichtungen, auf die auf der Insel verwiesen wird, sind das Hospital Insular und das Hospital Doctor Negrín in Las Palmas sowie das Hospital San Roque in Maspalomas. Im privaten Bereich sind das Hospital San Roque und die Clínica Roca die Anlaufstellen für alle, die eine Reiseversicherung haben oder lieber direkt bezahlen möchten.

Bei kleineren Beschwerden – Halsschmerzen, Sonnenbrand, ein Schmerzmittel – ist die Apotheke die erste Anlaufstelle, und in Spanien beraten Apotheker kompetent und direkt. Wenn dein Aufenthalt länger dauert oder du eine Erkrankung hast, die überwacht werden muss, ist eine Reisekrankenversicherung eine gute Ergänzung zur Europäischen Krankenversicherungskarte, die zwar die notwendigen Behandlungen abdeckt, aber nicht alles.

Die Zusammenfassung in zehn Zeilen

  • Notfälle: 112 für alles, 061 Rettungsdienst, 092 örtliche Polizei, 080 Feuerwehr.

  • Strom: Schuko-Steckdose Typ F, Adapter vor der Abreise kaufen, wenn du italienische Stecker hast.

  • Internet: EU-Roaming aktiv, WLAN weit verbreitet, lokale SIM-Karte, wenn du länger bleibst.

  • Verkehr: Kein Uber, es gibt Guaguas, weiße Taxis und Mietwagen.

  • Bezahlen: Karte fast überall, etwas Bargeld für Taxis, immer „ohne Umrechnung“.

  • Gesundheitswesen: Europäische Krankenversicherungskarte in der Tasche, Apotheken mit dem grünen Kreuz gibt’s überall.

Wenn diese sechs Dinge geregelt sind, bleibt nur noch die Insel. Und das ist ja schließlich der Grund, warum man hierherkommt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lautet die Notrufnummer auf Gran Canaria?

Die einheitliche Notrufnummer lautet 112, sie gilt in ganz Spanien und in der Europäischen Union und verbindet dich mit Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr. Es gibt auch Direktnummern: 061 für medizinische Notfälle, 092 für die örtliche Polizei und 080 für die Feuerwehr. Unter der Nummer 112 wird auch auf Englisch geantwortet.

Brauchst du einen Adapter für die Steckdosen auf Gran Canaria?

Das hängt von deinen Steckern ab. Auf Gran Canaria werden Schuko-Steckdosen vom Typ F verwendet, deren Spannung der italienischen entspricht: Zweipolige Stecker mit zwei runden Stiften passen problemlos hinein, während italienische Stecker vom Typ L mit mittlerem Erdungskontakt einen Adapter erfordern. Es lohnt sich, diesen vor der Abreise zu kaufen, da er auf der Insel schwer zu finden ist.

Wie kommt man auf Gran Canaria ohne Auto zurecht?

Mit dem Bus, der vor Ort „Guagua“ genannt wird und hauptsächlich vom Unternehmen Global betrieben wird, sowie mit Taxis, die man an ihrer weißen Farbe erkennt. Die Busfahrkarte bezahlst du im Bus beim Fahrer in bar oder mit Karte, und wer oft mit dem Bus fährt, kann die aufladbare Karte „Tarjeta TransGC“ kaufen, um ermäßigte Tarife zu erhalten. Uber und Bolt sind auf der Insel nicht vertreten.

Kann man auf Gran Canaria mit Karte bezahlen?

Ja, die Karte wird praktisch überall akzeptiert, auch in kleinen Geschäften. Es lohnt sich aber trotzdem, etwas Bargeld dabei zu haben, da manche Taxis keine elektronischen Zahlungen akzeptieren. An Geldautomaten und an POS-Terminals solltest du, wenn dir die Umrechnung in die Währung deiner Karte angeboten wird, lieber die Abbuchung in Euro ohne Umrechnung wählen, um einen ungünstigen Wechselkurs zu vermeiden.

Gilt die Europäische Krankenversicherungskarte auf Gran Canaria?

Ja. Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und zur Europäischen Union, daher gewährt die Europäische Krankenversicherungskarte Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung in öffentlichen und vertraglich gebundenen Einrichtungen zu denselben Bedingungen wie für Einheimische. Du solltest sie während des gesamten Aufenthalts bei dir tragen; bei längeren Reisen oder besonderen Bedürfnissen ist eine Reiseversicherung eine sinnvolle Ergänzung.

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